Sonntag, 15. August 2010

Tathergang vom 31.7.2010 (Aussage des Opfers)

Liebe Leser, am 31. August 2010 ereignete sich gegen 10:30 ein spektakülärer Rollerskates-Unfall. Heute meldet sich das Opfer erstmals zu Wort:
(Viel Spaß!^^)

Ich bin ein 17-jähriges Mädchen und, obwohl ich aus dem Rosa-Kitsch-Alter heraußen bin (meistens zumindest), Hollywood hat mein Leben geprägt. Fakt.
Das bedeutet einerseits, dass ich allzeit bereit für die Liebe meines Lebens bin, und andererseits, dass ich ein gewisses Stil-Bild vergöttere.
Ich bin ein american girl. Zumindest, wenn ich Zeit und Lust dazu habe. Und am letzten Samstag hatte ich ein richtiggehendes Verlangen danach, mich selbst als Amanda Bynes in “Was Mädchen Wollen” (sehr zu empfehlen, aber ich schweife ab...) zu inszenieren.
Mein Outfit war passend gewählt: Blue Jeans, dunkelblaues Top, grauer Uni-Pulli, blauer Schal und gleichfarbige Fliegenbrille - perfektioniert wurde das Ganze mit einem frechen Pferdeschwanz und fertig war das It-Girl.
Die Musik war ebenso fehlerfrei durchgeplant, durch die weißen Kopfhörer drang folgende Playlist in die, mit schwarzen Smileys-Steckern geschmückten, Ohren:
“American Girl“, v. Tom Petto & the heartbreakers
“Can’t Get Me Down”, v. Lo-Ball
“A Walk On The Wild Side”, v. Lou Reed
“Walking On Sunshine”, v. Aly & AJ
“Girl All The Bad Guys Want”, v. Booling for Soup
“Gipsy”, v. Shakira
“Suddenly I See”, v. KT Tunstall
“Jessie’s Girl”, v. Rick Springfield
“Scotty Doesn’t Know”, v. Lustra
“Unwritten”, v. Natasha Bedingfield
“Summer of 69”, v. Bryan Adams
“Rock’n’Roll Queen”, v. The Subways


Und so ausgerüstet machte ich mich an das einzig Wahre, das eine echtes American Girl an einem freien Samstag-Morgen tun kann: Ich schnallte mir meine ultra-coolen InlineSkates an die, mit rotem (naturkosmetischen!) Nagellack bearbeiteten Füße und machte mich auf den Weg in mein persönliches Hollywood-Abenteuer.
Das Outfit war perfekt.
Die Musik einzigartig.
Das Wetter der Wahnsinn.
Was schief lief?
Es gibt einen Grund für Stuntdoubles.
Ich bin seit zwei Jahren nicht mehr auf Skates gestanden und der Berg war von meinem Auftritt wohl nicht ganz so begeistert wie ich.
Das Fazit: Unter meinem rechten Auge prangt jetzt eine dunkelrote Kruste, die sich bis unter mein Kinn zieht, und ich weiß jedes Mal, wenn ich mich irgendwo hin setze, genau wo mein Steißbein ist.
Ob ich es bereue? NEIN!
Was bitte wäre den hollywoodmäßiger als ein lebensfrohes Mädl mit Sportnarbe? ;D


Love & huggles
J.
Ps.: Ich war gestern auf der Burgruine Gars, "Jesus Christ Superstar" angucken - ich war/bin absolut begeistert --> Bericht folgt demnächst!

Donnerstag, 12. August 2010

Fußballgeständnisse zur späten Stunde

Liebe Leute, liebe Leute,
es ist schon spät und deshalb fasse ich mich heute auch kurz - und das gerade bei einem so ausgiebigen Thema wie... *Trommelwirbel* (oh Gott, ja, sie macht das mit den Sternchen auch!^^)... Fussball!
Schon klar, nicht jeder fraus Sache - meine allerdings schon, vor allem wenn es um (dramatische Musik) die deutsche Nationalelf geht. Oh. Mein. Gott. Buhu. Tatsächlich. Sie ist Österreicherin und hilft zu Deutschland. Wie kann sie nur? Auf den Scheiterhaufen mit ihr!
Wie auch immer - ich könnte mich jetzt seitenlang darüber auslassen, wie absolut unnötig und ärgerlich (bleiben wir bitte jugendfrei) ich es fand, eine 2:0-Führung zu einem Unentschieden auszubauen - was haben sich die Dänen dabei bloß gedacht? Für alle, die es nicht mitbekommen haben, ja, ich spreche von dem Match gestern abend.
Aber wie gesagt, es ist spät, ich will in mein Bettchen, und deshalb habe ich hier nur ein paar (wie ich finde, erheiternde) kurze Ausschnitte und Gedankengänge meinerseits aus dem Spiel für euch zusammengefasst. Ich hoffe, ihr habt damit genauso viel Spaß wie ich,
huggles & kisses,
J.
Ps.: Ja, ich weiß, Österreich hat gegen die Schweiz verloren und das sollte mich viel mehr beschäftigen, aber seien wir uns doch ehrlich - es war so klar... *seufz*



Gedankengängesammlung von Deutschland gegen Dänemark, Mittwoch, 11. August 2010:
(Anm.: Ich will mit meinen Kommentaren niemanden beleidigen oder jemandem zu Nahe treten - ich bin ein begeisterter Fan, der beide Teams, alle Spieler und Trainer schätzt und respektiert, und der einfach nur Spaß an dem Spiel hatte.)

# Die Dänen können ja allesamt mal gar ned singen... Moment. Ooops... Fuck, das sind ja die Deutschn...

# Und wer singt als einzger nicht? Klar, Marin, der kleine Wicht... (Das reimt sich, und alles was sich reimt, ist gut! xD)

# Kommentator: "Hinten wird noch aufgeräumt, deshalb muss Schiedsrichter Allan Key noch warten." -> Ja, Jogi, jetzt räum halt mal dein Zimmer - äh, den Platz auf!

# Kommentator: "Auch er wird kommen, wie alle, die hier her gekommen sind, nach Koppenhagen." Tja, da er ja Anreise-mäßig schon gekommen ist, denk ich mal, der Kommentator wollte uns mitteilen, dass er weiß, wie's in den Mannschaftskabinen zugeht... ;D

# Joachim Löw und Hansi Flick waren gestern mal ausnahmsweise nicht im Partnerlook - Fans fragen sich besorgt: Streit am Ehehimmel?

# Kommentator: "Hitzelsberger mit links... trifft den eigenen Mann." - tja, was steht der denn auch da rum??

# Kommentator: "Sein Trainer vergleicht ihn mit Wesley Sneijder und Van der Vaart. Dänemarks Zukunft." - mhm... dann hat Dänemarks Zukunft grad meilenweit übers Tor drüber geschossen... *seufz*

# Dank den roten und den weißen Trikots ging mir das ganze Spiel über dieses verdammte Lied nicht aus dem Kopf: "Komm hol das Lasso raus, wir spielen Cowboy und Indianer..."

# Johnny Thomsen betritt das Spielfeld, ich so: "WTF? Seit wann spiel Jürgen Vogel Fussball?"

# Kommentator: "Schäfer... so weit vorn war er noch nie..." Bis jetzt hat er sich im Training noch nie so weit aufs Spielfeld hinaus getraut, aus Angst, sich zu verirren.

Mittwoch, 11. August 2010

Der Rotwein & ich

Oder: Urlaubsbericht Teil I

Ich trinke keinen Alkohol, generell gesehen. Ist so, wird sich nicht ändern, hat seine Gründe.
Um so mehr hat es mich also verwirrt, dass ich - kaum war ich im urlaubsgemäß auf einer Höhe von 2000 Metern - einen wahnsinnigen Guster auf Rotwein hatte.
Um eins klar zu stellen - ich hatte, bis zu diesem Zeitpunkt, noch nie Rotwein getrunken, meine Vorstellung war aber ungefähr Folgende: süß, weich, herzerwärmend.
Ha. Ha. Ha. (Anm. d. Regie: Sarkasmus)
Ich wäre nicht ich, wenn ich meine Mum nicht so lange bearbeitet hätte, bis sie mir schließlich erlaubte, "ein Achterl" zu bestellen.
So bat ich also den überaus freundlichen Kellner (natürlich erst nachdem ich meine Mutter nach den passenden Bestell-Worten gefragt hatte - so etwas muss ja schließlich geübt rüberkommen) um gewünschtes Getränk.
Die Frage nach Burgunder oder Riesling wurde souverän gemeistert - und komplett ahnungslos. (Anm.: "Mami, was will der große, böse Mann von mir?")
Ich bekam, wie erwartet, ein glamouröses Glas mit dunkelroter, überraschend klarer Flüssigkeit, die nach dem ersten Geruchstest bereits die ersten Zweifel weckte - mein süßer, leckerer Wein roch nach Bier.
Egal, dachte ich mir, Augen zu und durch.
Ich widerstand der Versuchung das Glas kennermäßig einem Schleudertrauma zu unterziehen und beschränkte mich darauf, ganz einfach und unspektakulär zu kosten.
Ich kann jetzt mit Sicherheit sagen, dass ich kein Fan von Rotwein bin.

Love & huggles
J.

Dienstag, 10. August 2010

Erste Gehversuche...

oder: Darf ich mich vorstellen?


Hallo an alle,
ich versuch jetzt mal kurz und bündig zu begründen, warum dieser Blog einfach sein musste und vielleicht schaff ich es dabei auch gleich, mich ein wenig vorzustellen.

Mein Leben besteht momentan aus Extremen, es gibt schon lang kein Schwarz und Weiß mehr, und immer häufiger stehe ich vor der Frage: "Was zum Teufel willst du eigentlich, Mädl?"
Mittlerweile habe ich mich (halbwegs) damit arrangiert, dass ich keinen blassen Schimmer habe, und die ständigen Stimmungswechsel und Meinungsänderungen wurden hoffnungsvoll unter "Pubertät" verbuchtet, damit ich mich in Ruhe den Problemen widmen kann, an denen ich etwas ändern kann.
Ich bin ein sehr offener Mensch - und das ist nicht immer gut. Ich habe früh gelernt, dass es okay ist, Probleme zu haben oder anders zu sein - ich habe also das unbeschreibliche Glück über sehr viele Dinge ganz offen reden zu können und dafür bin ich sehr dankbar. Andererseits habe ich durch diese, an Hemmungslosigkeit grenzende, Toleranz und meine natürliche Neugier auch schon Dinge kennen gelernt und gesehen, mit denen ich einfach noch nicht so umgehen konnte - daher vielleicht mein (gaaaanz leichter) Hang zur Dramatik... (-;

Wozu ich auf jeden Fall noch einen Drang habe, ist schreiben - und mir wurde gesagt, darin bin ich nicht einmal so schlecht. Und so wird das jetzt meine Möglichkeit, über Alles, was mich bewegt, rührt, entsetzt, verwirrt, beschäftigt, beunruhigt, zum Lachen bringt, fasziniert, enttäuscht, verärgert, erröten lässt,...usw. zu schreiben, meine Meinung Kund zu tun und die Reaktion der Welt (slightly größenwahnsinnig^^) darauf zu beobachten.
Kurz gesagt - für mich wird das Ganze eine, wie man bei uns so schön sagt, Riesengaudi! ;D

Love & huggles,
J.