Mittwoch, 11. August 2010

Der Rotwein & ich

Oder: Urlaubsbericht Teil I

Ich trinke keinen Alkohol, generell gesehen. Ist so, wird sich nicht ändern, hat seine Gründe.
Um so mehr hat es mich also verwirrt, dass ich - kaum war ich im urlaubsgemäß auf einer Höhe von 2000 Metern - einen wahnsinnigen Guster auf Rotwein hatte.
Um eins klar zu stellen - ich hatte, bis zu diesem Zeitpunkt, noch nie Rotwein getrunken, meine Vorstellung war aber ungefähr Folgende: süß, weich, herzerwärmend.
Ha. Ha. Ha. (Anm. d. Regie: Sarkasmus)
Ich wäre nicht ich, wenn ich meine Mum nicht so lange bearbeitet hätte, bis sie mir schließlich erlaubte, "ein Achterl" zu bestellen.
So bat ich also den überaus freundlichen Kellner (natürlich erst nachdem ich meine Mutter nach den passenden Bestell-Worten gefragt hatte - so etwas muss ja schließlich geübt rüberkommen) um gewünschtes Getränk.
Die Frage nach Burgunder oder Riesling wurde souverän gemeistert - und komplett ahnungslos. (Anm.: "Mami, was will der große, böse Mann von mir?")
Ich bekam, wie erwartet, ein glamouröses Glas mit dunkelroter, überraschend klarer Flüssigkeit, die nach dem ersten Geruchstest bereits die ersten Zweifel weckte - mein süßer, leckerer Wein roch nach Bier.
Egal, dachte ich mir, Augen zu und durch.
Ich widerstand der Versuchung das Glas kennermäßig einem Schleudertrauma zu unterziehen und beschränkte mich darauf, ganz einfach und unspektakulär zu kosten.
Ich kann jetzt mit Sicherheit sagen, dass ich kein Fan von Rotwein bin.

Love & huggles
J.

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